Kleine und mittelständige Unternehmen in Thüringen können im Falle einer Teilnahme an Feldversuchen gefördert werden. Bedingung ist der Abschluss einer Feldtestvereinbarung

Mit dem Förderprogramm Elektromobilität Thüringen des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie werden flankierende Maßnahmen von F&E-Projekten (im Rahmen von Bundesprogrammen) unterstützt. Das Förderprogramm Elektromobilität adressiert Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und fördert die Mehrkosten von insbesondere Elektrofahrzeugen (aber auch Ladeinfrastruktur), die dieses Fahrzeug dann als Erprobungsträger in Feldversuchen für das F&E-Förderprojekt zur Verfügung stellt, ebenso wie Nutzungsdaten.
Das Projekt sMobiliTy ist in diesem Förderprogramm als anerkanntes Forschungsprojekt gelistet. Bedingung ist dabei der Abschluss einer Feldtestvereinbarung mit dem Konsortium.

Förderprogramm bei der Thüringer Aufbaubank

FAQ - zum Förderprogramm

Was ist Bedingung für die Teilnahme an den Feldversuchen?
Die/ der Teilnehmer/in nutzt über die gesamte Dauer des Feldversuches (bis September 2015) ein  Batteriebetriebenes Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeug.

Wann findet der Feldversuch genau statt?

Zur Durchführung der Entwicklungsarbeiten im Forschungsprojekt sMobiliTy ist in Phase 1 des Feldversuches die Erfassung von Informationen zur Nutzung von Elektromobilen vorgesehen. Diese Phase startet für den Teilnehmer mit der Unterzeichnung der Vereinbarung bzw. der Anschaffung des Elektrofahrzeuges.
In Phase 2 findet die Erprobung der entwickelten Technologien und Produkte statt. Diese beginnt am 01.04.2015. Der Feldversuch endet mit dem  30.09.2015.

Was muss für den Feldversuch zusätzlich angeschafft werden?
Für den Feldtest sind die Anschaffung und der Einbau eines Fahrzeugkommunikationsmoduls (FZKM) der Firma EPSa GmbH im Fahrzeug notwendig.
Zudem wird die Anschaffung einer empfohlenen Autostrombox erforderlich, die in der Phase 2 des Feldversuches optimal nachgerüstet werden kann.
Die Anschaffung kann für KMU gefördert werden (-> siehe Förderung).
Für das kostenoptimierte Laden (Phase 2) ist zudem der Abschluss eines speziellen Fahrstromtarifs Voraussetzung.

Welche Ladeinfrastruktur ist notwendig?
Für das Laden des Elektrofahrzeuges sind folgende Voraussetzungen zu schaffen:

  • Hausanschluss mit Absicherung bis 100A ausgeführt als Kabel-Netzanschluss NH00 [bei Mehrfamilien-häusern: Kabel-Netzanschluss NH 2 (bis 250A)]. Bei Gebäuden mit gewerblicher Nutzung ist der Kabelhausanschluss zu prüfen.
  • Elektromobil-Ladebox nach DIN 61581 (Mode 3) bis max. 22 kW Ladeleistung mit Schnittstelle zum Anschluss von externen Empfangs- und Steuereinheit
  • Montagemöglichkeit für Schutz- und Zähltechnik in vorgelagerter Hausinstallation (Zählerschrank mit einem freien Zählerplatz, einem freien Steuerplatz und acht freien Teilungseinheit gemäß TAB Mitteldeutschland bzw. TAB Thüringen)
  • Schutztechnik in vorgelagerter Hausinstallation für Anschluss einer Elektromobil-Ladebox in Form von FI-Schutzschalter (Typ B) und Leitungsschutzschalter (LS)
  • Eigenständiges elektronisches Messsystem für Elektromobil-Ladebox (Zähler)
  • Montagemöglichkeit für Elektromobil-Ladebox in Entfernung von max. 2 m zum Stellplatz
     

Welche Daten werden erhoben?
1. Fahr- und Fahrzeugdaten
z.B. Ladezustand, Energieverbrauch, Positionsdaten - Eine ausführliche Auflistung der Daten finden Sie in der Anlage 2 zur Vereinbarung. (Da nicht jedes Fahrzeug alle Daten zur Verfügung stellt, kann im Einzelfall von der Liste abgewichen werden.)

2.    Nutzungserfahrungen
beim Betrieb eines Elektrofahrzeuges

Wie werden die Daten erhoben?
1.    Die  Fahr- und Fahrzeugdaten werden automatisch  mittels des im Fahrzeug installierten Fahrzeugkommunikationsmoduls (FZKM) erfasst und an die zugehörige Kommunikationsplattform übermittelt.
2.    Nutzungserfahrungen  werden max. 2 mal jährlich durch die Beantwortung von Frage¬bögen und strukturierten Interviews mit dem/der Teilnehmer/in erfasst.

Wie ist der Schutz der Daten sichergestellt?
Die Daten werden unter Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes durch den Vertragspartner EPSa mit seinem Servicepartner auf einem entsprechenden Server (Systemplattform) verwaltet.  Den Konsortialpartnern werden die Daten in anonymisierter Form - ausschließlich Fahr- und Fahrzeuginformationen entsprechend Anlage 2 ohne Bezug zur Fahrzeug ID - bereitgestellt.

Wie erhalte ich selbst Einblick in die von meinem Fahrzeug erfassten Daten?
Der Teilnehmer erhält auf Wunsch einen Zugang zu einem Web Portal auf diesem kann er die von seinem Fahrzeug gespeicherten Daten einsehen.
epsa.tachoweb.eu

Wer nimmt an der zweiten Phase des Feldversuches teil?
Die Teilnehmer an Phase 1 nehmen generell auch an der 2. Phase des Feldtestes teil. Die Teilnahme kann auf einzelne Komponenten der Phase 2 beschränkt werden bzw. in Ausnahmefällen als nicht sinnvoll angesehen werden. Die Auswahl treffen die Konsortialpartner in Absprache mit dem Fördermittelgeber. 

Welche Geräte/Dienste werden in der zweiten Phase getestet?
1.    ein Navigationssystem, welches unter Verwendung von Informationen der lokalen Verkehrslage die Reisezeit und den Stromverbrauch des Elektromobils optimieren hilft
2.    eine intelligente Autostrombox, die das gesteuerte Laden von Elektromobilen in Abhängigkeit von Angebot und Last im Netz und von den Wünschen der Nutzer möglich macht.
Für Geräte und Software kommen keine zusätzlichen Kosten auf den Teilnehmer zu.

Fördermöglichkeiten für KMU
Das Projekt sMobiliTy ist im Förderprogramm „Elektromobilität Thüringen“ des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie als anerkanntes Forschungsprojekt gelistet. Das Land Thüringen unterstützt darüber die Neuanschaffung von Elektrofahrzeugen und von Ausrüstungen zu ihrem Betrieb für kleine und mittelständige Unternehmen mit Zuschüssen. Erkundigen Sie sich VOR der Anschaffung des Elektrofahrzeuges und der notwendigen Infrastruktur bei der Thüringer Aufbaubank.

Worum geht es in sMobiliTy?
Das Projekt Smart Mobility Thüringen entwickelt eine cloudbasierte System- und Serviceplattform für die Elektromobilität. Über diese Plattform können Informationen z.B. von städtischen Verkehrssystemen, Energieversorgern, Netzbetreibern und Verkehrssystemen ausgetauscht werden. Auf dieser Grundlage werden neue Applikationen (Funktionen und Dienste) für den Einsatz in Elektrofahrzeugen entstehen. Zwei Lösungen werden beispielhaft entwickelt und in Phase 2 des Feldversuches getestet.

Eckdaten:
Verbundprojekt „sMobiliTy“
Förderprogramm: IKT Elektromobilität
Projektnummer: 01ME12070A
Zuwendungsgeber: DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Koordinator: INNOMAN GmbH
03677-468480 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wer sind meine Ansprechpartner für die Feldtestvereinbarung?

allgemeine Fragen:
Elke Bouillon | INNOMAN GmbH | +49 3677 46 84 80 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fragen zum FZKM und zur Datenerfassung:
Torsten Sünder | EPSa GmbH | +49 03641 6336 0 |  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fragen zur Autostrombox:
Marko Winkler | envia Mitteldeutsche Energie AG | +49 371 4821962 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
weitere Informationen:    https://www.enviam.de/smobilityinthueringen

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